Lernpartnerschaften
Seminarmethode zum Abschluss – Kollegiale Unterstützung für den Praxistransfer
Lernpartnerschaften sind zeitlich begrenzte Zweier-Teams, in denen sich die Teilnehmenden nach dem Seminar gegenseitig bei der Umsetzung ihrer Ziele unterstützen. Sie vereinbaren Austauschtermine, geben sich Feedback und helfen bei Problemen. Die Methode stärkt den Lerntransfer und erhöht die Verbindlichkeit.
Ziele
- Konkrete Umsetzungsschritte festlegen
- Lerntransfer in den Arbeitsalltag sichern
- Erarbeitete Inhalte festigen und nachhaltig verankern
- Motivation und Verbindlichkeit durch gegenseitige
- Unterstützung steigern Erfahrungsaustausch und kollegiales Feedback ermöglichen
Material
- Kein Material erforderlich
Ablauf
Eine Lernpartnerschaft ist ein freiwilliger, zeitlich begrenzter Zusammenschluss von zwei Personen (oder Teams) mit dem Ziel, mit- und voneinander zu lernen.
1. Partnerbildung
- Am Ende des Seminars (oder bei mehrtägigen Seminaren am Ende des ersten Tages) bilden die Teilnehmenden Zweier-Teams.
- Partnerwahl kann frei oder nach thematischer Nähe erfolgen (ähnliche Ziele, Aufgaben, Branchen).
2. Ziele festlegen
- Jede Person formuliert konkrete Lern- oder Umsetzungsziele für die Zeit nach dem Seminar.
- Diese werden dem Partner vorgestellt, der ggf. Rückfragen stellt und die Ziele mitpräzisiert.
3. Verabredungen treffen
- Die Partner legen Termine und Kommunikationswege für ihre Nachtreffen oder -gespräche fest (z. B. Telefon, Video-Call, persönliches Treffen).
- Häufige Formate: wöchentliche Kurzupdates, monatliche Reflexion, gemeinsames Bearbeiten von Umsetzungsschritten.
4. Verbindlichkeit schaffen
- Ziele und Absprachen werden schriftlich festgehalten (z. B. auf einem Partnervertrag oder im Lernjournal).
- Optional: Kurze Vorstellung der Vereinbarungen im Plenum, um zusätzliche Verbindlichkeit zu erzeugen.
5. Follow-up
- Bei längeren Programmen: Zwischenaustausch oder kurzer Bericht im nächsten Modul.
- Am Ende: Reflexion, was umgesetzt wurde und wie die Partnerschaft geholfen hat.
Einsatzmöglichkeiten
- Besonders wirksam bei Seminarreihen oder mehrmoduligen Programmen
- Unterstützung in Umsetzungsphasen zwischen den Terminen
Tipps & Hinweise
- Besonders empfehlenswert für Seminare, bei denen konkrete Veränderungen oder neue Arbeitsweisen eingeführt werden sollen.
Varianten
- Lerngruppen statt Zweierpartnerschaften: 3–5 Personen treffen sich selbstorganisiert, um Projekte zu bearbeiten oder Erfahrungen auszutauschen.
- Thematische Partnerwahl: Partner mit ähnlichen Aufgaben oder Zielen finden sich zusammen.
- Verpflichtende Abschlussberichte: Partner dokumentieren Fortschritte und präsentieren sie im Folge-Workshop.
- Lerntandems: Partner unterstützen sich nicht nur bei Zielen, sondern bearbeiten kleine Transferaufgaben gemeinsam.
Dauer
- Ca. 10 Minuten im Seminar für Partnerbildung und Absprache
Herkunft
- Trainertradition; beschrieben u. a. in Sozial kompetent trainieren, Ingo Krawiec, S. 18