Train the Trainer-Tipps Nr. 29-35

Jede Woche nützliche Tipps für die Seminardurchführung


 

Train the Trainer-Tipp Nr. 29Train the Trainer-Tipp Nr. 29

Wiederholungen sollen Spaß machen

Wiederholungen sind sinnvoll in Trainings, um die Nachhaltigkeit zu steigern.

Häufig werden sie durch den Trainer in Form eines Vortrags durchgeführt. Hier gibt es interessantere Varianten. Warum nicht ein Quiz oder ein Frage-Antwort-Spiel durchführen. Auch ein Kreuzworträtsel, welches die Inhalte des Trainings beinhaltet kann hilfreich sein.

Es gibt viele kreative Möglichkeiten, eine Wiederholung für die Teilnehmer aktiv durchzuführen.

Siehe auch hier: Seminarmethoden

 

Autor: Ingo Krawiec, Krawiec Consulting


 

Train the Trainer-Tipp Nr. 30

Train the Trainer-Tipp Nr. 30

Druckschrift statt Schreibschrift

Eine alte Regel für die Nutzung von Flipchart und Pinwand heißt „Druckschrift statt Schreibschrift“.

Da unsere Schreibschrift mehr individuelle Züge hat als unsere Druckschrift, empfiehlt es sich für die Mehrheit der Trainer, die Druckschrift zu üben. Eine Orientierung ist die deutsche Normschrift. Diese  Empfehlung gilt auch für neue Medien wie das Tablet. Wenn Sie einen elektronischen Stift nutzen, ist auch hier Druckschrift besser lesbar.

Natürlich keine Regel ohne Ausnahme. Wenn Sie eine wunderschöne Schreibschrift haben, dann können natürlich z. B. auch Zitate mit Schreibschrift geschrieben werden.

 

Autor: Ingo Krawiec, Krawiec Consulting


 

Train the Trainer-Tipp Nr. 31

Train the Trainer-Tipp Nr. 31

Sei kein „Sitz-Präsentierer“!

In Meetings und Arbeitsbesprechungen, aber auch in Trainings, breitet sich eine neue Spezies aus: der „Sitz-Präsentierer“. Damit ist ein Trainer gemeint, der den Raum betritt, sich hinsetzt, das Notebook aufmacht und dann anfängt zu präsentieren. Wenn der Trainer dann auch im weiteren Verlauf seiner Präsentation nicht mehr aufsteht, ist dies ein echtes „No-Go“. Wenn Sie sitzend präsentieren, ist Ihre Stimme weniger lebendig und leiser. Weiterhin werden Sie von den Teilnehmern schlechter gesehen und auch Sie können die Teilnehmer nicht so gut sehen. Der Einsatz Ihrer Gestik leidet ebenfalls erheblich. Viele Tipps aus Präsentationsschulungen können sitzend nicht angewandt werden.

Deswegen: Trainieren Sie überwiegend im Stehen. Setzen Sie sich nur bei Diskussionen oder Abfragerunden.

Siehe auch hier: 8 Tipps für die Präsentation

 

Autor: Ingo Krawiec, Krawiec Consulting

 

Train the Trainer-Tipp Nr. 32

Train the Trainer-Tipp Nr. 32

Die Kopfstandtechnik im Training

Die Kopfstandtechnik kommt aus dem Kreativitätstraining. Man versucht, Lösungen durch eine umgekehrte Aufgabenstellung zu finden. In Trainingssituationen kann diese Technik „umgekehrte Fragestellungen zu formulieren“ helfen, um neue Ansätze und Ideen zu einem Thema zu finden. Beispiel: Zusätzlich zu der Frage: Wann wird das Training ein Erfolg?, kann noch die Frage formuliert werden: Wann wird das Training ein Flop? Durch diese zusätzliche Frage können eventuell weitere Antworten gefunden werden. Ein weiteres Beispiel: Was hilft Ihnen bei der Umsetzung der Trainingsinhalte? Die zusätzliche Frage könnte lauten: Was müssen Sie tun, um nichts von den Inhalten umzusetzen?

 

Autor: Ingo Krawiec, Krawiec Consulting


 

Train the Trainer-Tipp Nr. 33

Train the Trainer-Tipp Nr. 33

Ein Trainer ohne Lampenfieber ist im Routinemodus

Gerade die jungen, neu eingestiegenen Trainer beklagen es manchmal, unter Lampenfieber zu leiden.

Ein Schuss Lampenfieber gehört allerdings immer zur Durchführung eines Trainings dazu. Es kann in Lebendigkeit und positive Spannung umgewandelt werden. Ein Trainerkollege sagte zu mir: „Wenn ich vor dem Training kein Lampenfieber mehr habe, muss ich mir überlegen, ob ich schon zu routiniert bin und vielleicht  etwas anderes machen sollte.“

Routine ist positiv, da wir auf Vertrautes zurückgreifen können. Zu viel Routine kann jedoch dazu führen, dass wir nicht mehr mit der vollen Aufmerksamkeit bei den Teilnehmern sind und dadurch die Trainingsperformance leidet.

 

Autor: Ingo Krawiec, Krawiec Consulting


 

Train the Trainer-Tipp Nr. 34

Train the Trainer-Tipp Nr. 34

Habe alle Teilnehmer im peripheren Blick!

Häufig stellen Trainer die Frage, was die beste Position für den Trainer im Seminarraum ist.

Zum einen sollte der Trainer von den Teilnehmern gut gesehen werden, zum anderen sollte er die Teilnehmer im peripheren Blickfeld haben.

Peripheres Blickfeld heißt, dass der Trainer so steht, dass er alle Teilnehmer gerade noch sieht. Dies ist von Nutzen, um sofort auf fragende Blicke zu reagieren und auch die Gruppendynamik zu verfolgen. Ich halte nichts davon, z. B. bei der Anordnung der Tische in U-Form in der Mitte des Raumes zu stehen, da man dann manche Teilnehmer nicht sieht und auch manchen den Rücken zukehrt.

 

Autor: Ingo Krawiec, Krawiec Consulting


 

Train the Trainer-Tipp Nr. 34

Train the Trainer-Tipp Nr. 35

Nutze gelegentlich Lehrgespräche

Lehrgespräche (auch Sokratische Methode oder fragend-entwickelnde Methode genannt) verbessern die Interaktion im Training.

Statt die Inhalte nur über einen Input an die Teilnehmer zu geben, werden die Inhalte mit den Teilnehmern über Fragen erarbeitet. Voraussetzung sind gewisse Vorerfahrungen mit dem Thema.

Der Ablauf ist folgender: Offene Frage überlegen, Frage den Teilnehmern stellen, Antworten sammeln (eventuell Flipchart nutzen), Antworten kommentieren oder ergänzen.

Das Lehrgespräch ist zielorientierter im Vergleich zum Brainstorming, da der Trainer hier stärker eingreift. Wichtig bei der Durchführung des Lehrgespräches ist, dass der Trainer wertschätzend mit den Teilnehmerantworten umgeht.

 

Autor: Ingo Krawiec, Krawiec Consulting