Train the Trainer-Tipps Nr. 15-21

Jede Woche nützliche Tipps für die Seminardurchführung


 

Train the Trainer-Tipp Nr. 15

Train the Trainer-Tipp Nr. 15

Das 14-Uhr-Loch meistern

Das 14-Uhr-Loch wird unter Trainern auch als  Schnitzelkoma  oder Suppenkoma bezeichnet: Die Müdigkeit der Teilnehmer nach dem Mittagessen. Hintergrund ist zum einen ein normales physiologisches Tief nach der Mittagspause, welches umso stärker ist, je mehr man gegessen hat.

Als Trainer sollte man versuchen, dieses 14-Uhr-Loch zu minimieren, da müde Teilnehmer bekanntlich nicht lernen. Ein Trainervortrag nach der Mittagspause wäre hier die schlechteste Alternative!

Überlegen Sie sich Übungen, um die Teilnehmer wieder zu aktivieren und die Atmosphäre zu verbessern. Energizer (kleine Spiele) können helfen, oder  auch Gruppenarbeiten, Übungen und Begehungen. Manche Trainer nutzen lustige Videos oder sogar Gymnastik als Wachmacher. Überlegen Sie sich ein spezielles „Design“, um das 14-Uhr-Loch zu meistern.

 


 

Train the Trainer-Tipp Nr. 16

Train the Trainer-Tipp Nr. 16

Der richtige Stand des Trainers

Ein fester Stand des Trainers strahlt Sicherheit aus. Ein Wippen der Füße oder unruhige Gewichtsverlagerungen wirken oft nervös. Auch ständiges Herumlaufen des Trainers lenkt von den Inhalten ab.

Der Stand des Trainers sollte weder zu breit noch zu eng sein. Ein souveräner Stand ist etwa schulter- oder hüftbreit. Das bedeutet natürlich nicht, dass Sie in dieser Position verharren müssen. Sie können durchaus Positionswechsel durchführen, wobei Sie sich mal auf die eine oder auf die andere Seite des Raumes stellen. Auch kann durch die Nutzung verschiedener Medien ein Positionswechsel erreicht werden.

Bewegungen können helfen Inhalte zu unterstreichen. Nervöse Bewegungen lenken von den Inhalten ab.

 


 

Train the Trainer-Tipp Nr. 17

Train the Trainer-Tipp Nr. 17

Die Hände in Bauchnabelhöhe

Ein Problem vieler Trainer ist, dass sie nicht wissen, was sie mir den Händen machen sollen.

Der Hinweis, die Hände für eine aktive Gestik zu nutzen, hilft vielen Trainern nicht. Eine gute Startposition für die Hände ist, diese in Bauchnabelhöhe zu halten und von dort aus die Hände aktiv einzusetzen. Es muss hier nicht die bekannte „Merkel-Raute“ genutzt werden.  Die Hände können in Bauchnabelhöhe einfach ineinander gelegt werden.

Manchmal kann eine Karteikarte oder ein Stift in der Hand hilfreich sein, um sein Hände zu kontrollieren und mehr Sicherheit zu bekommen.

 


 

Train the Trainer-Tipp Nr. 18

Train the Trainer-Tipp Nr. 18

Blickkontakt schafft Kontakt

Blickkontakt schafft Kontakt zu den Teilnehmern. Erst durch Blickkontakt bekommen wir Teilnehmerreaktionen mit.

Fehlender Blickkontakt des Trainers signalisiert Desinteresse an den Teilnehmern. Der Blickkontakt des Trainers zu den Zuhörern schafft eine größere Aufmerksamkeit und kann Störungen reduzieren.

Der Blickkontakt des Trainers ist einer der Hauptvorteilen einer Präsensschulung, da der Trainer bei einem fragenden Blick sofort reagieren kann. Versuchen Sie, während des Trainings zu jedem Teilnehmer im Raum Blickkontakt zu halten. Durch Blickkontakt fühlen sich die Teilnehmer persönlich angesprochen. Wenn die Gruppe zu groß ist, teilen sie diese in Bereiche auf, die sie regelmäßig anschauen.


 

Train the Trainer-Tipp Nr. 19

Train the Trainer-Tipp Nr. 19

Vom Leichten zum Schweren

Vom Leichten zum Schweren ist ein wichtiges didaktisches Prinzip. Es beinhaltet, dass man mit leichten Lerninhalten startet und dann erst zu den schwereren Dingen geht.

Hierdurch kann eine frühe Frustration bei den Teilnehmern vermieden werden. Weiterhin können zu Beginn Erfolgserlebnisse vermittelt werden, was die Teilnehmermotivation für die kommenden Inhalte verstärkt.

Das didaktische Prinzip „vom Bekannten zum Unbekannten“ geht in die gleiche Richtung.

 


 

Train the Trainer-Tipp Nr. 20

Train the Trainer-Tipp Nr. 20

Interessieren, interessieren, interessieren!

Interesse für die Lerninhalte zu wecken ist eine Hauptaufgabe eines jeden Trainers.

Häufig wird dies zu Beginn des Trainings beherzt, dann aber bei den weiteren Themen wieder vernachlässigt. Als Trainer sollte ich zu Beginn jedes neuen Themas versuchen,  Interesse dafür zu wecken.

Und wie schafft man Interesse? Interesse wird über den Nutzen für die Teilnehmer geschaffen. 

  • Was bringt der Inhalt den Teilnehmern?
  • Welches Problem können die Teilnehmer besser lösen?
  • Was kann ich in der Praxis mit den Lerninhalten anfangen?

Teilnehmer sind dann interessiert, wenn sie einen konkreten Nutzen für ihre Praxis sehen.

 


 

Train the Trainer-Tipp Nr. 21Train the Trainer-Tipp Nr. 21

Die Agenda sollte schmackhaft wie eine Speisekarte sein

Die Vorstellung der Agenda (Seminarinhalte) ist eines der wichtigsten Elemente eines guten Seminarstarts.

Viele Trainer gehen davon aus, dass die Teilnehmer die Agenda schon durch das Einladungsschreiben kennen. Jedoch entnehmen viele Teilnehmer dem Einladungsschreiben nur die Startzeit des Trainings und beachten nicht die anderen Informationen.

Weiterhin sollten durch Besprechen der Agenda die Inhalte schmackhaft gemacht werden und dadurch eine Lernmotivation aufgebaut werden. Interesse wird geschaffen durch die Nutzung von rhetorischen Fragen. Zum Beispiel: „Ein Thema dieses Trainings ist die Teilnehmermotivation. Hier wird die Frage beantwortet, welche Möglichkeiten Sie haben, Teilnehmer in Ihren Seminaren zu motivieren.“  

Wenn Sie den Teilnehmern den Nutzen der Inhalte für ihre Praxis erläutern, erweckt dies natürlich auch deren Interesse.


Autor: Ingo Krawiec, Krawiec Consulting