Train the Trainer-Tipps Nr. 8-14

Jede Woche nützliche Tipps für die Seminardurchführung


 

Train the Trainer-Tipp Nr.8

Train the Trainer-Tipp Nr. 8

Der Trainingsplan ist der rote Faden des Trainers

Der Trainingsplan ist das „Drehbuch“ des Trainings. In diesem wird geplant, wann welcher Inhalt mit welchem Ziel, mit welcher Methoden und welchen Medien vermittelt wird. Es wird also das gesamte Training zeitlich strukturiert. Hier wird auch der Methodenwechsel und Medienwechsel eingeplant.

Der Trainingsplan ist der rote Faden für den Trainer. Durch ihn werden Meilensteine gesetzt, welche Inhalte bis wann erreicht werden sollten. Führen Sie nie ein Training ohne Trainingsplan durch!

 


 

Train the Trainer-Tipp Nr. 9Train the Trainer-Tipp Nr. 9

Das Training ins Rollen bringen – Der richtige Seminarstart

Den Einstieg ins Seminar gut zu gestalten ist eine wichtige Voraussetzung für den weiteren Seminarverlauf.

Zu Beginn sind die Teilnehmer noch nicht „voll da“. Sie sind innerlich noch nicht angekommen und oft zurückhaltend. Den Seminarmotor ins Laufen zu bekommen ist eine wichtige Aufgabe des Trainers. Unter Trainern heißt es: „Nach einem schlechten Start vermehren sich die Probleme im Quadrat.“ Nehmen Sie sich Zeit für den Seminarstart und stimmen Sie sich positiv ein. Nutzen Sie eine Check-Liste für die Dinge, die zu tun sind.

 


 

Train the Trainer-Tipp Nr. 10Train the Trainer-Tipp Nr. 10

Die 60-15-Regel

Die 60-15-Regel besagt, dass Sie 60 Minuten vor Seminarstart als Trainer im Seminarraum sind und 15 Minuten vor dem Beginn mit den Vorbereitungen fertig sein sollten. Es wirkt unprofessionell, wenn Sie gestresst ein Training starten oder sogar zu spät kommen. Wenn Sie 15 Minuten vor dem Training mit den Vorbereitungen fertig sind, können Sie sich „sammeln“ oder den ersten Small-Talk mit den Teilnehmern starten. Natürlich können die Zeiten variieren, wenn Sie Ihren Schulungsraum schon kennen. Nichtdestotrotz, ein gelassener Start ist ein guter Start.

 


 

Train the Trainer-Tipp Nr. 11

 

Train the Trainer-Tipp Nr. 11

Der Small-Talk zu Beginn des Trainings

Ein Seminar beginnt nicht erst mit dem offiziellen Seminarstart.

Schon wenn die Teilnehmer den Raum betreten, beginnen Sie mit dem ersten Small-Talk, einer kleinen Unterhaltung. Dies erleichtert die Kommunikation und schafft früh eine bessere Seminaratmosphäre. Dies ist deutlich besser, als das manchmal übliche Schweigen zu Beginn. Sprechen Sie mit den Teilnehmern über die Anreise, das Wetter, Aktuelles oder Ähnliches. Auch für Sie als Trainer ist ein erstes Gespräch gut, da Sie sich „warm reden“ können und damit eventuell vorhandenes  Lampenfieber abbauen.

Voraussetzung für den frühen Small-Talk mit den Teilnehmern ist, dass Sie rechtzeitig (ca. 15 Minuten)  vor dem Start mit den Seminarvorbereitungen fertig sind.

 


 

Train the Trainer-Tipp Nr. 12Train the Trainer-Tipp Nr. 12

Das Willkommen-Plakat ist ein wichtiger Klassiker

Die Wirkung eines Willkommen-Plakats am Flipchart bei Seminarbeginn wird häufig unterschätzt. Es sollte Seminartitel, Trainername, Firma, Datum und Ort beinhalten.
Ein Satz wie „Herzlich willkommen zum Seminar … “ wirkt immer freundlich. Wenn das Plakat dann noch optisch ansprechend gestaltet ist, macht es einen ansprechenden Eindruck. Es gibt dem Teilnehmer eine erste Orientierung, dass dieser im richtigen Seminarraum ist. Außerdem zeigt ein professionelles Willkommen-Plakat, dass sich der Trainer vorbereitet hat und das macht einen kompetenten Eindruck.

Ein Papierplakat wirkt übrigens authentischer eine Willkommen-Folie, die über den Beamer projiziert wird.

 


 

Train the Trainer-Tipp Nr. 13

Train the Trainer-Tipp Nr. 13

Wiederholungen sind die Mutter des Lernens

Von den Römern stammt das alte Sprichwort: Repetitio mater studiorum est – Wiederholung ist die Mutter des Lernens.

Informationen werden nur dann im Langzeitgedächtnis gespeichert, wenn sie wiederholt werden oder wenn sie mit starken Emotionen verbunden sind. Daher ist es bei jeder Art von Inhalten notwendig, Wiederholungen einzubauen. Aktive Wiederholungen z.B. in Quizform sind sinnvoller als Wiederholungen durch einen reinen Trainervortrag. Bei mehrtägigen Seminaren sollte jeden Tag mindestens eine Wiederholung durchgeführt werden.

Wiederholungen erhöhen die Nachhaltigkeit des Seminares.

 


 

Train the Trainer-Tipp Nr. 14

Train the Trainer-Tipp Nr. 14

Suche keine Lerntypen, denn die gibt es nicht

Vielen Trainer, Lehrer und Pädagogen verbreiten nach wie vor den Lerntypen-Mythos.

Die Grundidee des Lerntypen-Modells ist, dass sich Teilnehmer in Typen (z.B. visueller, auditiver, haptischer und intellektueller Typ) einteilen lassen, diese unterschiedliche Lernstile haben und dieses jeder Trainer zu berücksichtigen hat. Als erster hatte Frederick Vester (1973) diese Idee eingeführt. Praktisch würde dies bedeuten, dass man zu Beginn des Seminares einen Lerntypentest durchführen und das Seminar daraufhin ausrichten müsste. Dies ist schon in der Umsetzung sehr fraglich.

Die Psychologin, Nicole Becker (2009), weist darauf hin, dass es „ keine neurowissenschaftliche Forschung über Lerntypen gibt“. Es gibt nur Lernstile und Lernpräferenzen. Letztendlich sollte jeder Trainer immer auch das Sehen und Hören ansprechen und entsprechende Übungen durchführen.

Jedes Training sollte multisensorisch und aktiv sein. Für diese Binsenweisheit braucht man keine Lerntypen-Modelle. Für jeden Menschen haftet ein Sehen und Hören besser als ein reines Hören einer Information. Gute Visualisierungen erleichtern jedem das Verstehen. Wenn ich mich aktiv mit einer Information auseinandersetze, bleibt diese besser haften.

Je mehr Sinne beim Lernen angesprochen werden, desto wahrscheinlicher ist es, dass die Information gespeichert wird.

 

Autor: Ingo Krawiec, Krawiec Consulting