Train the Trainer-Tipps Nr. 1-7

Viele nützliche Tipps für die Seminardurchführung


 

Train the Trainer - Tipps

Train the Trainer-Tipp Nr. 1

Methodenwechsel beleben das Training

Um ein Training interessant, abwechslungsreich und lebendig zu gestalten, ist in bestimmten Abständen ein Methodenwechsel notwendig.

Sie kennen bestimmt alle die Situation auf großen Kongressen, wo hauptsächlich mit Vorträgen gearbeitet wird und die Aufmerksamkeit der Zuhörer schließlich immer mehr nachlässt.

Ein Beispiel für einen Methodenwechsel könnte dieser Ablauf sein: Vortrag-Gruppenarbeit-Diskussion-Vortrag-Einzelarbeit-Rollenspiel-Lehrgespräch.

Gerade ein Vortrag sollte maximal 45 Minuten dauern und danach von einer anderen Methode  abgelöst werden.

In diesem Zusammenhang spricht man auch von Rhythmisierung. Rhythmisierung bezeichnet den regelmäßigen Wechsel der Lernformen, der Lernarten und der Medien.

Ähnlich wie es in der Natur den Wechsel zwischen Ebbe und Flut oder Tag und Nacht gibt.

 


 

Train the Trainer-Tipp Nr.2

Train the Trainer-Tipp Nr. 2

Medienwechsel schaffen neue Aufmerksamkeit

Power Point ist zurzeit das  in vielen Fachtrainings am meisten genutzte Medium. Damit keine Langeweile aufkommt und neue Aufmerksamkeit geschaffen wird, sollte nach gewisser Zeit ein Medienwechsel, beispielsweise zum Flipchart, stattfinden.

Dieser Wechsel muss nicht lange dauern. Das Aufschreiben eines Fachbegriffs reicht häufig schon aus.

Auch, wenn ein Produkt gezeigt wird oder Materialien genutzt werden, findet ein Medienwechsel statt und ist somit eine wirksame Abwechslung im Training.

Ausführlicher Fachartikel : Medien wirkungsvoll einsetzen... »

 


 

Train the Trainer-Tipp Nr.3

Train the Trainer-Tipp Nr. 3

Wechsel von passiven zu aktiven Lehrmethoden

Versuchen Sie immer wieder, die Teilnehmer zum selbständigen Arbeiten und zur Problemlösung zu bewegen. Dies führt wiederum dazu, dass diese den Stoff nicht nur wissen/kennen sondern auch behalten und anwenden können. Zu viel Traineraktivität macht Teilnehmer passiv.

Durch aktive Übungen, gerade am Nachmittag, schaffen Sie neue Aufmerksamkeit und bringen frische Energie in die Gruppe. Werden Dinge von den Teilnehmern selbst erarbeitet oder ausprobiert, bleiben sie auch am besten haften und das Lernen macht Spaß.

 


 

Train the Trainer-Tipp Nr.4

Train the Trainer-Tipp Nr. 4

Trainingsziele setzen

Die Trainingsziele geben dem Training eine Richtung. Trainingsziele helfen bei der Seminarvorbereitung. Hier gilt die alte Trainerweisheit: "Wenn man nicht weiß, wohin man will, muss man sich nicht wundern, wenn man ganz woanders landet".
Schreiben Sie nieder, welche Ziele Sie im Training verfolgen. Grundfrage ist: Was sollen die Teilnehmer wissen und können?

Welche neuen Verhaltensweisen und Einstellungen sollen sie lernen? Orientieren Sie sich bei der Durchführung des Trainings an den Trainingszielen und überprüfen Sie diese.

 


 

Train the Trainer-Tipp Nr.5

Train the Trainer-Tipp Nr. 5

Die Kunst der didaktischen Reduktion

Zu viele Inhalte in einer vorgegebenen Zeit vermitteln zu wollen, ist das Hauptproblem vieler Trainer. Trainer sind Experten auf ihrem Gebiet und verfügen über umfassendes Wissen. Sie können nie alles vermitteln, sondern müssen die Inhalte der Seminare notgedrungen auf das reduzieren, was für die Seminarteilnehmer relevant ist. Es müssen also Prioritäten gesetzt werden.

Eine Möglichkeit Inhalte zu ordnen ist, diese nach Wichtigkeit für die Teilnehmerpraxis anzuordnen:
Was brauchen die Teilnehmer wirklich für ihre berufliche Tätigkeit?
Was ist für die Teilnehmer am Arbeitsplatz wichtig?
Wenn man sich diese beiden Fragen stellt, kann man die Inhalte eines Seminars auf eine vernünftige, sinnvolle Größe reduzieren.

 


 

Train the Trainer-Tipp Nr.6

Train the Trainer-Tipp Nr. 6

Die Teilnehmer dort abholen, wo sie stehen

Wer als Trainer kundenorientierte Trainings durchführen will, sollte sich auf die Teilnehmer einstellen. Es ist hilfreich, vor oder zu Beginn des Seminars eine Teilnehmeranalyse durchzuführen. 

 

Sinnvolle Fragen für die Analyse sind:

Wie setzt sich die Gruppe zusammen? (Funktionen, Hierarchien, Alter, Abteilungen)

Welchen Bezug haben die Teilnehmer zum Thema (Vorwissen, Erfahrung, Motivation)?

Wurden die Teilnehmer geschickt oder kommen Sie aus eigener Motivation?

Welche Erwartungen und Ziele haben die Teilnehmer?

Je nach Teilnehmergruppe variiert das Training bezüglich der Inhalte und Methoden. Der Trainer stellt sich jedes Mal neu auf die Gruppe ein, um den Trainingserfolg sicherzustellen. Das Einstellen auf die Teilnehmerbedürfnisse nennt man auch eine teilnehmerorientierte  Trainingsgestaltung.

 


 

Train the Trainer-Tipp Nr. 7

Zu viel Inhalt führt zu weniger Lernen

Inhalte können den Teilnehmern nicht unbegrenzt vermittelt werden, da wir nicht lernen wie beim "Nürnberger Trichter". Weniger ist oft mehr bei der Auswahl der Inhalte. Zu viele Inhalte können zu Lernblockaden und zum „Abschalten“ führen. Der verständliche Wunsch, den Teilnehmern möglichst viel zu vermitteln, kann daran scheitern, dass diese innerlich auf „Standby“ gehen. Ein Trainer berichtete von schlechten Testergebnissen nach einem fünftägigen Training. Daraufhin reduzierte er beim nächsten Mal die Folien (und somit die Lerninhalte), was zu einem  bessere Testergebnisse führte.

 

Autor: Ingo Krawiec, Krawiec Consulting